Zuchtziel

Wir haben ein ganz bestimmtes Bild eines Border Collies im Kopf- unseres Border Collies. Diesem möchten wir, unter Berücksichtigung des Rassestandards, näher kommen. Der Border Collie nach meinen Vorstellungen vereint einen gesunden Körper, einen ausgeglichenen Geist, ein ansprechendes Aussehen, sowie einen eifrigen Arbeiter in einem Hund. Daher werden unsere Welpen auch nur an aktive Menschen, Hundesportler oder für die Arbeit am Vieh abgegeben!  

Gesundheit

Unser Border Collie sollte ein gesundes Gebäude haben, frei von Augenkrankheiten und für den Border Collie bekannten genetischen Erbkrankheiten sein. Daher werden alle unsere Zuchthunde auf HD, ED, OCD, auf alle typischen erblichen Border Collie Krankheiten getestet, sowie augenuntersucht.

Ebenso wird auf mögliche Fälle von Epilepsie bei den Ahnen der Zuchtpartner geachtet. Natürlich achten wir auch im Alltag auf die Gesunderhaltung unserer Tiere, dies setzt eine gute Bemuskelung, artgerechte Ernährung und der minimalste Einsatz von Impfungen, Entwurmungen und Medikamenten voraus. Wir leben nach dem Grundsatz: so wenig wie möglich, so viel wie nötig!  

Geist

Unser Border Collie sollte ein gewissen Maß an Temperament besitzen und trotzdem ausgeglichen sein. Sollte nervenstark sein und ein freundliches, offenes Wesen haben. Intelligent, arbeitswillig und vielseitig einsetzbar sein. Er sollte so klar im Kopf sein, dass er für seine Ursprungsarbeit noch zu gebrauchen ist.












Körper

Wir orientieren uns am Rassestandard des FCI, was die rassetypischen Merkmale angeht, allerdings habe ich natürlich mein Idealbild im Kopf. Unser Typ Border ist ein sportlich schlanker Hund, ohne Massen an Fell, Stummelbeinen und Teddyface. 

Unser idealer Border hat kurzes (Kurzhaar) und mittellanges pflegeleichtes Fell, keinen allzu ausgeprägten breiten Stopp. Farblich sind wir nicht festgelegt, wobei wir sehr dunkel ohne großen Weißanteil bevorzugen!






Arbeit

Unser Border Collie sollte vielseitig einsetzbar sein, als Sporthund, Rettungshund, Therapie- oder Assistenzhund, aktiver Familienhund und als Hütehund. Ich möchte, dass der Border Collie weiterhin in der Lage ist seine Arbeit am Vieh zu verrichten, denn darauf wurde hunderte von Jahren selektiert. Wir möchten keinen Border light züchten, der zwar nach einem Border aussieht, aber kein Border mehr drin ist.

Natürlich muss nicht jeder Border ans Vieh, viele werden auch in anderen Sparten glücklich, aber man sollte die Bereitschaft mitbringen, seinem Hund die Arbeit am Vieh zu ermöglichen, wenn er sie denn benötigt.  



Aber auch noch etwas zu unserem WIE. Wir züchten mit voller Leidenschaft und sehr viel Herzblut, wir geben alles für unsere Welpen und für unsere Mamas. Die Zeit der Trächtigkeit und der Welpenaufzucht ist für uns und die Hunde immer eine ganz besondere Zeit! Wir möchten unsere Hündinnen nicht ausbeuten, daher ist die Anzahl der Würfe bei uns auf maximal vier Würfe pro Hündin begrenzt, aber natürlich kann es auch mal sein, dass es nur einen Wurf (siehe Fly) gibt, wenn wir das für sinnvoll erachten! Das kann aus unterschiedlichen Gründen sein, zB entspricht der Wurf nicht unserem Zuchtziel oder die Hündin hatte Probleme bei der Deckakt/Geburt/Aufzucht/etc.

Wir gehen nicht konform damit, dass unsere Hündinnen noch im "hohen" Alter von 8 oder 9 Jahren belegt werden und Welpen aufziehen müssen. Unsere Rasse zählt ab 8 Jahren schon zu den Senioren! Auch wenn sie dann meist noch echt fit sind, wollen wir uns in dem Alter dann doch lieber auf andere Dinge konzentrieren können. Diese Brille führt somit auch dazu, dass wir auch mit zwei Belegungen nacheinander ohne Pause durch eine Läufigkeit konform gehen. Aber eben nur dort, wo es sinnvoll und auch umsetzbar ist, es muss beim vorigen Wurf alles ohne Probleme gelaufen sein, es hängt davon ab, wie die Konstitution am Ende der Aufzucht war, wie die aktuelle Kondition der Hündin ist, etc. Ist das alles nicht stimmig, würden wir unseren Mädels so etwas nie zumuten!

Ebenso verhält es sich mit dem Zuchteintrittsalter. Wir haben kein Problem damit eine junge Hündin (ab 18 Monaten) in die Zucht zu nehmen, wenn sie körperlich und vorallem geistig reif genug ist. Das kann man aber nur immer individuell für die jeweilige Hündin sehen und entscheiden! Nur weil Hündin A mit 18 Monaten reif genug ist, heißt das nicht, dass Hündin B ebenfalls soweit ist, Gleiches gilt übrigens auch für den oftmals gewählten Zuchteintritt von 24 Monaten. Wir machen das von der Reife und der Entwicklung der Hündin abhängig.

Züchten bedeutet mehr als nur zwei Hunde miteinander verpaaren. Jeder Züchter hat ein Zuchtziel und möchte diesem natürlich näher kommen. Dies bedeutet viel Recherche, Denken, Planung, Umplanung und vorallem auch Denken und Planen in Generationen. Wir wissen unseren Fahrplan für die nächsten Jahre, wir wissen, wo wir hin wollen und wie wir dieses Ziel THEORETISCH erreichen können. 

Habt ihr Fragen dazu oder wollt mehr verstehen, wieso, weshalb, warum wir uns bei irgendwas so entschieden haben, wie wir es haben, dann fragt uns einfach!